Gestatten, Earl of Sandwich

Sandwich
Sandwich Sandwich

Es lebe die Gurke!

Das nach dem britischen Staatsmann John Montagu, Earl of Sandwich, benannte belegte Brötchen hebt zu ganz neuen Höhenflügen an. Der Klassiker mit Schinken, Käse und dem berühmten Gürkchen bekommt Verstärkung durch neue Inhalte und Formen.

Es war Mitte des 18. Jahrhunderts, als sich der Earl of Sandwich eine Scheibe gesalzenen Rindfleischs zwischen zwei Toastscheiben legen ließ, um sein geliebtes Bridge-Spiel für das Mittagessen nicht unterbrechen zu müssen. Das Sandwich war geboren. Heute ist das Sandwich kaum mehr aus unserem Leben wegzudenken, es ist überall und zu jeder Tageszeit eine beliebte Mahlzeit.

Als Klassiker gilt das englische Cucumber Sandwich (Gurkensandwich) mit gesalzener Butter und Salatgurke, das traditionell zum englischen Nachmittagstee gereicht wird. Doch auch Varianten mit Geflügel, Roastbeef oder Gänseleber und Speck begeistern die Briten seit Jahrhunderten. Dazu gesellt sich jeweils Gemüse wie Salat, Tomaten und andere Zutaten, etwa Mayonnaise, Senf oder Ketchup.

In den USA wiederum entwickelten sich weitere Varianten. Berühmt sind das Club Sandwich, das Pastrami Sandwich oder das etwas weniger bekannte Muffuletta mit mariniertem Olivensalat. Sogar Hamburger oder Hot Dogs werden in den Staaten manchmal als Sandwich bezeichnet.

Die Italiener wiederum haben ihre populären Tramezzini und Panini mit den landestypischen Belägen wie Thunfisch, Tomaten und Mozzarella oder Rohschinken. Und selbst die Feinschmecker-Nation Frankreich kreierte ihr ganz persönliches Sandwich, den Croques Monsieur.

Von vegan bis vegetarisch bis hin zu biologisch – die neue Sandwichkultur verlangt nach neuen Darreichungsformen

Sandwiches sind hip. Vor allem, wenn sie den neuesten und angesagten Ernährungstrends entsprechen. Die Klassiker bekommen somit Verstärkung durch vegane, vegetarische oder biologische Inhalte. Auch auf die Herkunft der Zutaten wird immer mehr geachtet. Stichwort regional und nachhaltig.

Und noch was ist wichtig: Sandwichs sollen möglichst bequem zu verzehren sein, weil sie oft im Gehen oder draußen konsumiert werden. Dafür gibt es jede Menge innovative Verpackungslösungen, in denen sie nicht nur appetitlich präsentiert werden, sondern auch krümel- und fettfingerfrei gegessen werden können.

Sandwich – die Stadt, in der das Sandwich erfunden wurde

Sandwich gibt es wirklich! Das kleine Hafenstädtchen liegt nördlich von Dover in der englischen Grafschaft Kent und hat etwa 5000 Einwohner. Und diese feierten 2012 das 250. Jubiläum der „englischen Stulle“ mit einem großen Stadtfest. Dort gibt es auch eine Sandwich Society, ein Zusammenschluss von Engagierten, die sich der Fortführung der Kultur des Sandwichs verschrieben haben. Anlässlich der 250-Jahr-Feier führten sie ein Theaterstück auf, in dem die Szene nachgestellt wurde, in der John Montagu, der spätere Earl of Sandwich, sein erstes Sandwich verlangte, um sein Kartenspiel nicht unterbrechen zu müssen.

Truthahn & Tomaten Panini Rezept:

Zutaten:

  • 1 halber Löffel Mayonnaise
  • 1 halber Löffel griechischer Joghurt
  • Saft einer halben Limette oder Zitrone
  • Frisches Basilikum gehackt
  • 1 halber Löffel geriebener Parmesan
  • Salz und frisch geriebener Pfeffer
  • 1 Scheibe Vollkorntoast
  • 2 Scheiben kalte gebratene Truthahnbrust
  • 1 frische Tomate

 

Zubereitung:

  • Vermischen Sie Mayonnaise, Joghurt, Zitronensaft, Basilikum und den Parmesan, schmecken Sie den Aufstrich mit Salz und Pfeffer ab.
  • Bestreichen Sie damit beide Toasthälften.
  • Belegen Sie eine der Hälften mit der in Scheiben geschnittenen Tomate, die andere mit den Truthahnbrustscheiben.
  • In der Pfanne auf beiden Seiten kurz anrösten
  • Alternative: in einer Panini Presse 3 Minuten erhitzen.

 

Fertig.