Kaffee. Immer und überall

Coffee-to-go
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Coffee-to-go – Kaffeegenuss für Revolutionäre?

Die Amerikaner haben es vorgemacht. Und wie so vieles aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten hat sich der Coffee-to-go auch bei uns still und heimlich in die Alltagskultur eingeschlichen. Und dort fühlt er sich eigentlich recht wohl.

In der einen Hand das Handy, in der anderen der dampfende Kaffeebecher – kaum ein Anblick vermittelt uns mehr Geschäftigkeit. Es ist ja auch revolutionär: Hatte man früher zu sitzen oder mindestens zu stehen, um seinen Kaffee trinken zu können, hat sich dies plötzlich grundlegend geändert. Der Grund dafür ist so einfach wie banal. Wer möchte schon aus einer herkömmlichen Kaffeetasse im Gehen trinken? Becher mit Deckel! Das ist die Lösung. Da schwappt nichts über, da verbrennt man sich nicht die Finger. Und außerdem schaut es richtig cool aus. Manchmal haben sie ja doch geniale Ideen, die Amerikaner.

Und so taucht der Coffee-to-go auch in unseren Breiten immer öfter auf. Man sieht ihn auf Bahnhöfen, in schicken Einkaufsstraßen, in der U-Bahn, sogar an der Tankstelle. Ganz beiläufig steigert er seine Beliebtheit, ohne großes Tamtam schleicht er sich in die Herzen der heimischen Kaffee- oder Tee-freaks.

Coffee-to-go – Kulturwandel oder kurzlebiger Trend?

Man mag ihm gegenüberstehen, wie man will. Der Coffee-to-go wird keinen durchgreifenden Wandel der heimischen Kaffeekultur einläuten. Dafür gibt es in unseren Breitengraden zu viel ausgeprägte Kaffeekultur. Für einen kurzlebigen Trend gibt es Coffee-to-go andererseits schon fast zu lange. Wie auch immer. Die meisten Menschen sehen im Coffee-to-go einfach nur eine willkommene Alternative zum „stationären“ Kaffee, mehr eine Bereicherung denn eine Verdrängung. Wer Zeit hat, wird weiterhin seinen Kaffee im Café oder zuhause genießen, wer es eiliger hat, greift eben zum Coffee-to-go.  

Dass bei so einem innovativen Getränk auch die Phantasie nicht zu kurz kommt, versteht sich eigentlich von selbst. Bloßer Kaffee mit Milch und Zucker – gut und schön. Aber doch nicht immer! Und so kann man unter den beliebten Varianten Latte Macchiato, Cappuccino, Eiskaffee und vielen anderen wählen, oft garniert mit Schokostreuseln oder Zimt, vielleicht gar mit einem Hauch Chili oder Vanille.

Wussten Sie dass …

… die Wurzeln des italienischen Cappuccino in Wien liegen? Die Wiener Kaffeespezialität „Kapuziner“ wurde nach der Farbe benannt, die sich durch das Mischen eines Mokkas mit Sahne ergibt und die an das typische Braun der Kutten von Kapuzinermönchen erinnert. Im Italienischen heißt Kapuze „Cappuccio“, woraus sich die Bezeichnung „Cappuccino“ entwickelte.