Lifestyle-Ernährung

Ich esse, woran ich glaube

Immer mehr Menschen richten ihre Ernährungsweise nach ihrer Lebenseinstellung. Es kommt ihnen nicht nur darauf an, sich gesund und ausgewogen zu ernähren. Auch innere Überzeugungen werden dabei immer wichtiger.

Vegetarier, Veganer, Flexitarier, Frutarier – wer sich zu einer dieser Gruppen zählt, ernährt sich nach festen Regeln und Überzeugungen. Dabei spielen ethische und wirtschaftliche Aspekte eine Rolle, aber auch Lebensmittelunverträglichkeiten oder der Wunsch nach gesunder Ernährung zählen zu den Gründen.

Die Vegetarier, die den Konsum von Fleisch aus Gründen des Tierschutzes ablehnen, sind sicher die bekannteste Gruppe. Einen Schritt weiter gehen Veganer. Sie verzichten nicht nur auf Fleisch, sondern auch auf sämtliche Nahrung tierischen Ursprungs wie Eier, Milch oder Honig. Konsequente Veganer lehnen auch Daunendecken oder Seife aus tierischen Fetten ab. Doch was sind Flexitarier oder gar Frutarier? Frutarier leben den veganen Gedanken auch im Hinblick auf die Pflanze. Für die Ernährung von Frutariern dürfen nicht nur keine Tiere getötet sondern auch keine Pflanzen zerstört werden. Frutarier essen Früchte, Samen, Obst und Gemüsefrüchte wie Tomaten. Flexitariern kommt es vor allem auf eine gesunde, ausgewogene Ernährung an – da kann auch schon mal ein Stück Fleisch auf dem Teller liegen. Sie bevorzugen ausgewählte Fleisch- und Fischprodukte in ausgezeichneter Bio-Qualität. Mehr dazu ...

Ernährung nach innerer Überzeugung boomt

Welchem Ernährungsstil auch immer man treu ist: Der Markt bietet immer mehr Produkte dazu an. Neben spezialisierten Einzelhandelsgeschäften, Bio- und Feinkostläden haben auch die gut sortierten Supermärkte den Trend erkannt und bieten ein sehr großes veganes oder vegetarisches Sortiment an. Ganze Kochshows beschäftigen sich mit veganer oder vegetarischer Ernährung, und in den Buchhandlungen hat man die Wahl zwischen allerlei Rezept- und Kochbüchern.

Selbstverständlich ist der Trend auch in der Gastronomie und im Take-away-Bereich angekommen. Immer mehr Restaurants haben sich auf vegane oder vegetarische  Zielgruppen eingestellt und umwerben sie mit attraktiven Konzepten. Sie stellen eine frische, phantasiereiche und gesunde Ernährung in den Mittelpunkt. Auch  die modernen Take-away-Anbieter haben die Zeichen der Zeit erkannt. Sie bieten ihrer Kundschaft schon längst vegane oder vegetarische Snacks in praktischer Verpackung zum Mitnehmen. 

Ob fein essen gehen oder rasch was zwischendurch genießen – die Botschaft ist klar: Wer sich für eine vegane oder vegetarische Lebensweise entscheidet, muss auf nichts verzichten, was gut schmeckt.

Lange hat die Veganer-Gemeinde darauf gewartet – jetzt gibt das es das weltweit erfolgreiche und mehrfach ausgezeichnete vegane Kochbuch auch auf deutsch. Die beiden Autoren Isa Chandra und Terry Hope Romero breiten darin ein ungeahntes und faszinierendes Spektrum an veganen Gerichten aus. 250 Rezepte werden vorgestellt, von Suppen und Vorspeisen über Hauptspeisen bis zu vielen leckeren Nachspeisen. Die beiden Autoren zeigen, dass veganes Essen abwechslungsreich, wohlschmeckend und einfach ist. Ausserdem reichern Tipps und viele Informationen über Küche und Kochen das schlicht gestaltete Buch an.

Wussten Sie, dass …

… sich das älteste vegetarische Restaurant der Welt in Zürich befindet? Das „Haus Hiltl“ wurde 1898 als „Vegetarierheim und Abstinenz-Café“ von Ambrosius Hiltl eröffnet. Heute wird es in 4. Generation als „ganzheitlich-nachhaltiges Erlebnis“ geführt. Es umfasst ein À-la-carte-Restaurant, Seminarräume, ein Kochatelier und ein Take-away-Buffet mit über 100 hausgemachten Spezialitäten. Auch Musikbegeisterte kommen hier zum Zug. Im Hiltl-Club sorgen angesagte DJs für einen einzigartigen Groove. Mehr dazu ...